Nachfolge frühzeitig regeln
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Das Thema Nachfolge frühzeitig anzugehen ist im ureigenen Interesse des Unternehmers, der den Fortbestand des mit viel Mühe aufgebauten Lebenswerks sichern will.
Neben dem vorhersehbaren altersbedingten Ausstieg, sollte er insbesondere auch für plötzlich eintretende Notfälle vorsorgen.
Zwar übergeben die meisten Unternehmer ihren Betrieb aus Altersgründen, doch in knapp jedem dritten Nachfolgefall in Bayern gibt der Unternehmer die Betriebsleitung unerwartet ab. Mehr als die Hälfte dieser Fälle wird durch Unfall, Krankheit oder Tod verursacht.
Die Benennung eines Stellvertreters oder Prokuristen ist für den Ernstfall jedoch häufig nicht ausreichend, um die Handlungsfähigkeit und den reibungslosen Fortbestand des Betriebs zu gewährleisten. Daher empfiehlt sich ein Notfallplan, der wichtige Informationen dokumentiert und Personen benennt, die in die Führung des Unternehmens eingeweiht sind und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen können.
Im Fall der vorhersehbaren Unternehmensübergabe sollte die Vorbereitung als Managementprozess verstanden werden, der über die Planung einer angemessenen Altersversorgung des Übergebers hinausgeht. So sollten die Chancen einer guten Nachfolge genutzt werden, um den Erhalt des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Nicht zu vernachlässigen ist auch das Problem, dass die oft enge emotionale Bindung an das Unternehmen den Übergeber daran hindert, rechtzeitig loszulassen. Selbst wenn der Nachfolger gefunden ist und schon die Unternehmensführung übernommen hat, fällt es vielen Alteigentümern schwer, sich völlig aus dem Betriebsgeschehen herauszuhalten. Soll der Seniorunternehmer nach der Übergabe seinem Nachfolger noch beratend zur Seite stehen, empfiehlt es sich daher, seinen Verantwortungsbereich eindeutig festzulegen, um Konflikte zu vermeiden.
Wichtig ist auch, das sich der scheidende Unternehmer dem kommenden Lebensabschnitt aufgeschlossen zuwendet und sich neue Betätigungsfelder erschließt. Das können Freizeitbeschäftigungen sein, für die er während der Berufsjahre immer zu wenig Zeit hatte, aber ebenso ehrenamtliche Tätigkeiten oder ein Studium. Auch dem gemeinsamen Leben mit dem Ehe- oder Lebenspartner kann der Senior jetzt mehr Aufmerksamkeit widmen.
Weitere Informationen
Lesen Sie hierzu den Erfahrungsbericht von Claudia Nuber, Vertreterin der Käte Ahlmann Stiftung in Bayern:
- Und es gibt ein Leben nach der Firma (PDF / 54 KB)









